Die Bewegungskunst "Tai Chi" darf man nicht  mit dem philosophischen Konzept des  "Tai Chi" verwechseln. Was man im allgemeinen verkürzt mit „Tai Chi“ bezeichnet, heißt eigentlich „Tai Chi Chuan“ und das bedeutet:

„Durch das Praktizieren der Kampfkunst (und eben nicht durch Denken und Logik) zum Frieden und zur inneren Harmonie kommen“.

Tai Chi, was wörtlich übersetzt soviel heißt wie "Das erhabene Äußerste", ist ein philosophischer Begriff des Taoismus. Es ist das höchste begreifbare Prinzip. Es befaßt sich mit Yin und Yang, also mit den zwei zentralen Gegensätzen der Welt, die Existenz und Wandel steuern. Dieses wird symbolisiert durch den Kreis mit den beiden Anteilen Yin und Yang. Der Begriff Tai Chi, der ursprünglich "größter Dachbalken" oder "Firstbalken" bedeutete, taucht erstmals im I-Ging, dem Buch der Wandlungen auf: "In den Wandlungen gibt es das Tai Chi, das die beiden Kräfte Yin und Yang hervorbringt."

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Innerhalb der Kampfkünste (chin. Wushu) wird Tai Chi Chuan (oder Taijiquan, je nach Schreibweise) zu den inneren Kampfkünsten (chin. Neijia) gerechnet. Als legendärer Begründer der inneren Kampfkünste und damit auch des Taijiquan wird Zhang Sanfeng betrachtet. Der Legende nach entdeckte er die Prinzipien der inneren Kampfkünste in den Wudang-Bergen, nachdem er den Kampf zwischen einer Schlange und einem weißen Kranich beobachtet hatte. Zhang Sanfeng soll zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert gelebt haben, aber seine historische Existenz ist nicht belegt.

Die Geschichte der sogenannten Familienstile lässt sich etwa bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts verlässlich zurückverfolgen. Auf diesen Stilen beruht der Großteil der heutzutage im Westen praktizierten Stile.

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