Leung Jan Wing Chun ist ein chinesischer Kung-Fu Stil. Kung-Fu allein besagt nur, dass es sich um "chinesisches Boxen" oder anders übersetzt, um "harte Arbeit" handelt.

Es gibt insgesamt mehrere hundert Kung-Fu Stile, so dass der Interessent immer nachfragen sollte, was genau dieser Stil beinhaltet bzw. welchem Ziel diese Art folgt. Man kann die Kung-Fu Stile grob in vier Gruppen unterteilen:

  • Körperaufbau-Stile (meist härtere Stile zur Stählung des Körpers)
  • Opern-Stile (weiträumige Bewegungen , mehr für Vorführungen geeignet)
  • Gesundheits-Stile (dienen durch Atmung und Bewegung der Gesunderhaltung)
  • Kampf-Stile (orientieren sich am Bedarf realen Kämpfens)

Leung Jan Wing Chun gehört zur Gruppe der Kampf-Systeme, und ist deshalb hervorragend zur Selbstverteidigung geeignet. Gleichzeitig ist LJWC ein weiches System, wobei weich oft mit schwach verwechselt wird. Wir vertreten die Meinung, dass ein starker Angriff besser ist als ein schwacher, jedoch darf er den Anwender nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Weich heißt in diesem Fall, der Kraft des Gegners nicht eigene Kraft sinnlos entgegen stellen, sondern die Kraft des Gegners zu borgen, also ausnutzen. So bringen wir ihn aus dem Gleichgewicht, um ihn in dieser hilflosen Situation zu kontern. Dieses Prinzip folgt dem Taoismus: kluges Nachgeben, kontrolliertes Zulassen und Nutzen der vorhandenen Kräfte sichert dem Wing-Chun-Kämpfer den Sieg.

Aufgrund der Weichheit, oder auch "Rundheit" des Systems kann LJWC von Männern und Frauen gleichermaßen betrieben werden, sogar bis ins hohe Alter. So ist es nicht verwunderlich, dass viele hochgraduierte Kampfsportler im Wing Chun einen Begleiter für den späteren Weg sehen.

Nächste Termine Leung Jan Wing Chun

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